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Woyzeck
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Fragment
von Georg Büchner
ca. 70 Minuten ohne Pause

Inszenierung Thorsten Keilos

Ausstattung  Marcus Stiefel-Dürr
Es spielt Rouven Honnef

 
 

Woyzeck begegnet uns als „astronomisches Pferd«, als Ausstellungsstück, als Laborratte, als geschlagener Straßenköter. Mit fiebrigen Augen durchwühlt er Kleiderberge, die textilen Überreste von Menschen, deren Fasern die Geschichte von Gewalt erzählt, die der Mensch dem Menschen angetan hat, immer wieder und weiter antut. Woyzeck lässt sie nun vor unseren Augen wiederauferstehen: Wie Untote tauchen sie aus dem Kleidermeer auf:  Marie, der Tabourmajor, der Doktor, der Hauptmann... Wir Zuschauer sind die Voyeure, die dieser »Menschenschau« beiwohnen. Woyzeck selbst wird in dieser Jahrmarktsbude ausgestellt, auf dem kapitalistischen Markt wird er zur zynischen Allegorie für die überall verratenen und verkauften »Bastarde«, für die wir kein Auge haben, die sich immer schon in den schattigen Ecken irgendwelcher Hinterhöfe herumdrücken, sich in Altkleider-Containern wegducken und ihrem eigenen Getrieben-Sein hinterherdackeln.
Man versenke sich einmal in das Leben des Geringsten! (Büchner, Lenz)



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